29 - 06 - 2017

12.09.2012 - Feuer überörtlich - Nachlöscharbeiten Dachstuhlbrand

Einsatzdetails
Datum 12.09.2012
Uhrzeit 22.32 - 01.30
Art Feuer, überörtlich
Einsatzkräfte Zug 1
  
Einsatzbericht
73jähriger kommt bei Wohnhausbrand ums Leben

Bei einem Wohnhausbrand in Wischhafen-Neulandermoor ist ein 73jähriger Mann ums Leben gekommen. Seine 79jährige Lebensgefährtin wurde schwer verletzt.

Aus noch ungeklärter Ursache war der Brand im Erdgeschoss des Hauses ausgebrochen und hatte sich schnell ausgebreitet. Der Versuch, den bettlägerigen Mann mit Hilfe von Nachbarn zu retten, scheiterte an der großen Hitze und dem starken Brandrauch. Erst den nach wenigen Minuten eintreffenden Feuerwehrleuten aus Wischhafen und Oederquart gelang es unter Atemschutz, den Bewohner ins Freie zu bringen. Hier konnte der Notarzt leider nur noch dessen Tod feststellen. Seine Partnerin erlitt eine Rauchvergiftung und wurde nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst in das Elbe-Klinikum Stade eingeliefert.

Währenddessen versuchten die etwa 50 Feuerwehrleute, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Eine hölzerne Treppe verhinderte einen Innenangriff ins Dach, Eternitplatten erschwerten ein wirksames Löschen von außen.
Von tragbaren Leitern aus wurde versucht, die Dachhaut zu öffnen, während immer wieder Eternitplatten platzten und Splitter über die Einsatzstelle verstreuten.

Mit Hilfe einer aus Stade angeforderten Drehleiter gelang es dann, das Dach großflächig abzudecken, Brandherde direkt mit Wasser abzulöschen und im Anschluss die komplette Dachkonstruktion einzuschäumen.
Während des Einsatzes wurde ein Feuermann leicht verletzt und vor Ort vom Rettungsdienst ambulant versorgt.
Nach einer kurzen Nachtruhe wurde die Feuerwehr am Morgen zurück an die Einsatzstelle beordert und nahm dort die Nachlöscharbeiten wieder auf.
Bezüglich der Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.
  
Bilder
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Feuerwehrleute versuchen von tragbaren Leitern aus, Öffnungen im Dach zu schaffen
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Starker Rauch und große Hitze machten der Feuerwehr zu schaffen
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Mit Hilfe der Drehleiter konnte das Dach großflächig geöffnet werden
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Löscharbeiten nach dem Öffnen der Dachkonstruktion




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Die Dachkonstruktion wurde komplett eingeschäumt
  
Bilder und Text: Feuerwehr Stade