22 - 08 - 2019

20.06.2013 - Erneuter Einsatz - Unbekannter Reizstoff in Mehrfamilienhaus Grünendeicher Straße


Einsatzdetails
Datum 20.06.2013
Uhrzeit 16.10 - 20.30
Art Hilfeleistung, Umwelt
Einsatzkräfte Zug 1, Zug 2
  
Einsatzbericht
Unbekannter Reizstoff in Stader Mehrfamilienhaus - erneuter Einsatz von Feuerwehr und Polizei am heutigen Abend

In der vergangenen Nacht wurde der Polizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst gegen 03:20 h in einem Mehrfamilienhaus in der Grünendeicher Straße ein strenger reizender Geruch für Augen und Atemwege im Treppenhaus gemeldet. 36 Bewohner wurden von der Feuerwehr evakuiert und vom Rettungsdienst versorgt (wir berichteten). Die Bewohner wurden den ganzen Tag über durch die Stadt Stade vorläufig in einem Jugendhaus untergebracht und versorgt, während eine Spezialfirma mit der Lüftung des Hauses beschäftigt war. 

Fachleute der Technischen Universität Harburg nahmen Messungen im Haus vor und stellten fest, dass die Konzentration des unbekannten Reizstoffes noch nicht für eine Freigabe der Wohnungen ausreichend erschien. Man entschied sich schließlich, beide Züge der Feuerwehr sowie die Messgruppe des Umweltzuges am späten Nachmittag gegen 16:10 h erneut zu alarmieren und weitere aktuelle Messungen durchzuführen sowie einzelne Bewohner mit Fluchthaube begleitet durch Feuerwehrleute unter Atemschutz kurz in ihre Wohnungen zu lassen, um Medikamente, Haustiere und persönliche Gegenstände zu holen. Drei Katzen und zwei Kaninchen konnten so aus dem Haus gerettet werden.

Die Polizei setzte die Technische Ermittlungsgruppe Umwelt der Polizeidirektion Lüneburg ein, um so in dem Haus nach Beweismitteln für den Reizstoffaustritt zu suchen. Zusammen mit Feuerwehrleuten wurden so einige Schächte und Räume durchsucht und dabei weitere Messungen durchgeführt. Schadstoffe konnten bis gegen 19:30 h dann zunächst nicht mehr gemessen werden. Weitere Hinweise auf die Ursache des Reizstoffes wurden nicht gefunden.

Das Haus wird nun über Nacht weiter durchgelüftet, am morgigen späten Vormittag werden Spezialisten der TU Harburg erneut eine Überprüfung starten und dann wird entschieden ob und wann die Wohnungen wieder betreten werden dürfen.

Diese Nacht werden diejenigen die keine andere Bleibe gefunden haben in einer nahegelegenen Turnhalle auf Feldbetten verbringen.

  
Bilder
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betroffenes Gebäude wird abgesperrt
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Besprechung der Einsatzleiter
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Katzen und Kanninchen werden gerettet
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Polizeibeamter wird mit Vollschutz ausgestattet

 
 
 
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Bewohner mit Fluchthaube
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Schächte werden im Haus untersucht
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technische Ermittlungsgruppe Umwelt ist angerückt 
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Lagebesprechung vor Ort
Weitere Bilder
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Atemschutz wird angelegt
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Vorbereitung auf Spurensuche
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Trupp verlässt das Gebäude
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Polizei und städtisches Ordnungsamt Treffen Absprachen über das weitere Vorgehen

 
 
 
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Feuerwehrleute bauen Feldbetten auf
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Notunterkunft in Sporthalle
       
  
Bilder und Text: Polizeiinspektion Stade
  
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