25 - 03 - 2017

18.07.2014 - Kohlendioxid-Alarm - Supermarkt

Einsatzdetails
Datum 18.07.2014
Uhrzeit 18.40 - 21.00
Art Hilfeleistung
Einsatzkräfte Zug 1, Zug 2, Fachgruppe Messen und Spüren
  
Einsatzbericht

Kohlendioxid-Alarm im Supermarkt

Durch einen technischen Defekt kam es am Freitagabend gegen 18.40 Uhr in einem Supermarkt in der Harsefelder Straße in Stade zu einem Kohlendioxid-Austritt im Lagerbereich. Hier ist eine Kühlanlage installiert, die für die Kühlung der Tresen im Verkaufsraum sorgt.

Aus noch ungeklärter Ursache trat Kohlendioxidgas aus, breitete sich am Boden des Lagers aus und löste dabei den Warnalarm aus.

Das hörte eine aufmerksame Mitarbeiterin, sah das Gas und handelte dann nach Einschätzung der Feuerwehr vorbildlich.

Sie schloss die Tür, benachrichtigte die anderen Mitarbeiter, ließ unverzüglich den Markt räumen und alarmierte die Feuerwehr.

Etwa 35 Einsatzkräfte des 2. Zuges mit Unterstützung des Rüstwagens vom Zug 1 und der Messgruppe des Landkreises gingen unter schwerem Atemschutz zur Anlage vor und stellten diese sicherheitshalber stromlos. Dann wurden im ganzen Gebäude Messungen vorgenommen, um sicherzugehen, dass sich kein Kohlendioxid in irgendwelchen Nischen gesammelt hatte. Zeitgleich wurden an verschiedenen Stellen Lüftungsgeräte in Stellung gebracht, um eventuelle Restgase ins Freie zu blasen. Nachdem weitere Messungen keine Gaskonzentration mehr anzeigten, wurde die Anlage an einen Verantwortlichen der Anlagenbaufirma übergeben und die Feuerwehr konnte ihren Einsatz beenden.

Kohlendioxid und Kohlenmonoxid sind Gase, die immer wieder unterschätzt werden und zu schweren Unfällen, häufig mit Todesfolge führen. Die Gase sind geruchlos und haben die Eigenschaft, Sauerstoff zu verdrängen. In geschlossenen Räumen führen sie in kürzester Zeit zur Bewußtlosigkeit und wenn keine Hilfe kommt, zum Tod.

Wer betroffene Räume ohne Atemschutz betritt, um jemandem zu helfen, riskiert dabei sein eigenes Leben. Klassisch für solche Unfälle sind Brau- oder Weinkeller.
  
Bilder
20140718_Kohlendioxid_Supermarkt_01
Die Feuerwehr ging vor dem Supermarkt in Stellung
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Im Verkaufsraum wurde keine Gaskonzentration gemessen
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Das Gas ist schwerer als Luft, deshalb die Messung am Boden
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Mehrere Belüftungsgeräte kamen zum Einsatz
  
Bilder und Text: Feuerwehr Stade