22 - 08 - 2019

20.01.2015 - Großfeuer - Mittelnkirchen

Einsatzdetails
Datum 20.01.2015
Uhrzeit 00.12 - 07.30
Art Feuer, Einsatz überörtlich
Einsatzkräfte Zug 1
  
Einsatzbericht

Reetgedecktes Altländer Fachwerkhaus wurde Raub der Flammen. Die 74-jährige Bewohnerin konnte sich im letzten Moment aus dem brennenden Haus retten.

 
Als in der Nacht von Montag auf Dienstag um 00:08 die Feuerwehren der Samtgemeinde Lühe an den Brandort gerufen wurden, stand das 300 Jahre alte Altländer Bauernhaus im Ort 9 in Mittelnkirchen schon im Vollbrand. Das Reetdach brannte schon in voller Ausdehnung und wies durch den von Weitem sichtbaren Feuerschein den anrückenden Einsatzkräften den Weg zum Einsatzort.
 
Die 74-jährige Bewohnerin des Hauses war durch einen Rauchmelder geweckt worden und fand das Innere des Hauses verraucht vor. Sie konnte sich nur noch eine Jacke überwerfen, die Hausschuhe überziehen und musste das brennende Haus ohne eine einzige Habseligkeit zu retten verlassen.
 
Ein Nachbar, der Schwager der 74-Jährigen, sowie sein Sohn waren ebenfalls durch zerberstendes Holz und Feuerschein geweckt worden und alarmierten die Feuerwehr.
 
Die Hitze und der starke Funkenflug gefährdeten die umliegenden teilweise reetgedeckten Häuser. Die eintreffenden Wehren mussten den Brand bekämpfen und gleichzeitig die umliegenden Häuser mit Wasservorhängen und  Anfeuchten der Dächer schützen.
Zu den sechs Wehren der Samtgemeinde wurde zusätzlich die Feuerwehr Jork und die Drehleiter der Feuerwehr Stade zum Einsatzort gerufen.
Die Hitze war so intensiv, dass das Wasser auf den Dächern der umliegenden Häuser verdampfte.
Nach ca. einer halben Stunde hatten die Einsatzkräfte das Feuer zwar unter Kontrolle, aber das schöne Altländer Reetdachhaus wurde ein Raub der Flammen.
 
Glück im Unglück hatte der oben erwähnt Schwager der Hausbewohnerin, als er einen Volvo PKW, der unter einem schon in Flammen stehenden Vordach stand, retten wollte. Er befand schon kurz vor dem Fahrzeug als sich das brennende Vordach vom Haus löste und auf den Volvo fiel.
Die ersten Einsatzkräfte konnten gegen 02:00 Uhr den Brandort verlassen. Die Löscharbeiten wurden bis in den Morgen fortgesetzt.
Zur Brandursache konnten noch keine Angaben gemacht werden. Sowie die letzten Brandnester gelöscht und die Brandstelle von der Feuerwehr als sicher eingestuft ist werden die Brandermittler mit ihrer Arbeit beginnen.
In einer ersten Annahme von Polizei und Feuerwehr  wurde der  Schaden auf ca. 500.000 € geschätzt.
 
Am Einsatz waren beteiligt:
150 Einsatzkräfte der Feuerwehren Mittelnkirchen, Steinkirchen, Grünendeich, Guderhandviertel, Neuenkirchen, Hollern-Twielenfleth, Jork und Stade, der Polizei und die Rettungssanitäter der Johanniter.
  
Bilder
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Drehleiter bringt sich am Einsatzort in Stellung
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Der Feuerschein war kilometerweit zu sehen / A26 Auffahrt Stade
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Drehleiter auf der Anfahrt in Mittelnkirchen
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Erste Einsatzkräfte vor Ort beginnen Löschangriff

 
 
 
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Reetdachhaus steht in Vollbrand
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Einsatzkräfte beginnen Löschangriff
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Einsatzstelle Mittelnkirchen
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Löscharbeiten in vollem Gange

 
 
 
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Drehleiter im Werferbetrieb
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Drehleiter am Einsatzort
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Bagger unterstützt die Löscharbeiten
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Bagger und Drehleiter am Einsatzort

 
 
 
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Bagger an der Einsatzstelle
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Drehleiter beim Ablöschen der letzten größeren Brandnester
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Einsatzstelle in den gegen 5:30 Uhr
 
  
Bilder: Feuerwehr Stade, Polizeiinspektion Stade, Uwe Lutz (Pressebeauftragter FF Samtgemeinde Lühe) und Text: Uwe Lutz (Pressebeauftragter FF Samtgemeinde Lühe)
  
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