17 - 06 - 2019

08.06.2019 - Havarie auf der Elbe

Einsatzdetails
Datum 08.06.2019
Uhrzeit 14.11 Uhr
Art Hilfeleistung
Einsatzkräfte Zug 1, Zug 2
  
Einsatzbericht
Bei dem Zusammenstoß des Traditionssegelschiffs „Nr.5 Elbe“ mit dem Containerschiff „Astrosprinter“ sind am Samstagnachmittag sieben Menschen verletzt worden, zwei mittelschwer und fünf leicht. Dass die Havarie nicht in einer Katastrophe endete, war einer glücklichen Fügung zu verdanken.

Die DLRG und die Stader Feuerwehr waren zuvor auf die Elbe alarmiert worden, weil ein Segelboot auf ein Stack aufgelaufen war. Vor Ort konnte festgestellt werden, dass der Segler keine Hilfe benötigte und auf einen höheren Wasserstand warten wollte.

In dieser Situation beobachteten die Bootbesatzungen die Kollision der beiden Schiffe und griffen sofort ein. Während das Containerschiff seinen Kurs fortsetzte, blieb der Segler mit 43 Menschen an Bord manövrierunfähig im Fahrwasser der Elbe zurück. Er war leckgeschlagen und drohte zu sinken.

Unverzüglich nahm das DLRG Boot „Kiek Ut“ den Havaristen auf dem Haken, um ihn so schnell wie möglich in den Fluss Schwinge zu ziehen, so lange das Schiff noch schwamm. Währenddessen wurden durch die Besatzung des Feuerwehrboots „Henry Köpcke“ die Verletzten gesichtet und teilweise auf das Feuerwehrboot gebracht. Im letzten Moment erreichte der Schleppverband die Schwingemündung in Stadersand, das Segelschiff hatte bereits eine bedrohliche Schieflage erreicht.

Alle Passagiere wurden von einem Großaufgebot von Rettungsdienstkräften in Empfang genommen, versorgt und betreut. Ein Rettungshubschrauber, mehrere Notärzte und zahlreiche Rettungswagen standen dafür bereit. Nicht nur die Verletzungen waren zu behandeln, einige Betroffene standen sichtlich unter Schock und benötigten Zuwendung.

Die Verletzten wurden in zwei Hamburger Krankenhäuser sowie in das Elbe-Klinikum Stade eingeliefert.

DLRG und Feuerwehr sicherten den Segler mit Seilzügen gegen ein mögliches Umkippen und vorsichtshalber wurde eine Ölsperre um das Schiff gelegt, sollte der vorhandene Kraftstofftank undicht werden.

Damit waren insgesamt etwa 150 Einsatzkräfte an der Aktion beteiligt.

Wenn die beiden Organisationen nicht durch den ersten Einsatz auf der Elbe gewesen wären, hätten die Schiffbrüchigen etwa 15 Minuten auf Hilfe warten müssen, der Segler wäre wohl im Elbfahrwasser gesunken und die 43 Menschen hätten im Wasser um ihr Leben kämpfen müssen.
  
Bilder
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Bilder und Text: Daniel Beneke, Feuerwehr Stade
  
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